in 2020, Bücher

Frank Herbert – Dune

Die Denis Villeneuve-Verfilmung des Wüstenplaneten wurde gerade erst bis weit in das nächste Jahr verschoben, während ich mich einmal mehr durch die Buchvorlage schmökerte – dieses Mal mit Fokus auf die erste Hälfte des Bandes, die der Film abbilden soll.

Ich bin immer noch latent skeptisch, wie aus dem alten White Savior/Der mit dem Wolf tanzt-Stoff eine zeitgemäße Filmfassung entstanden sein kann, mein Vertrauen in Villeneuve (und den hervorragenden Cast) ist aber groß. Besonders schwer wird mir das Warten auf diesen Film dennoch nicht fallen.

Gidge – New Light

Gidge haben 2017 mit LNLNN ein Album veröffentlicht, das ich ohne zu Zögern in meine Top5 des letzten Jahrzehnts einreihen würde. Am 6. November erscheint nun endlich ein Nachfolger, den man bereits vorbestellen kann. Den Titeltrack New Light höre ich mir dann gleich erstmals an.

Nation of Language – Introduction, Presence & Gouge Away

Postpunk, wohl sogar stilecht aus Brooklyn, mit Synths, die exakt so klingen, wie sie müssen. Vielleicht die Entdeckung dieses Jahres – gefunden wie so oft bei Monarchie und Alltag. Natürlich gekauft bei Bandcamp.

Und ich habe selten etwas für Coverversionen übrig, aber was die Band hier aus Gouge Away von den Pixies macht, sucht seinesgleichen. Habe ich für einen Dollar noch obendrauf gelegt:

Kataster |Jeskola Buzz

Vor vielen Jahren habe ich nächtelang mit dem kostenlosen Tracker Jeskola Buzz gespielt. Und mit Fruity Loops. Und mit Cool Edit Pro. Aber vor allem mit Buzz. Die Software übte mit ihrer abstoßenden und nutzerfeindlichen UX schon immer einen anarchischen Reiz auf mich aus.

Irgendwann habe ich das Programm auf neueren Windows-Versionen nicht mehr zum Laufen bekommen, für Linux gab es sie nicht, der Entwickler hat dann wohl auch den Quellcode verloren oder ähnliches, jedenfalls habe ich es irgenwann aufgegeben, es überhaupt noch zum Laufen zu bekommen.

Bis neulich, als ich einen aktuellen(?) build ausprobierte und das gute alte Buzz-Interface (mit geringen Modernisierungen) vor mir hatte. Fühlt sich immer noch so an, ich hatte sogar die alten Keyboard-Shortcuts noch drauf (witzig: Je weniger ich drüber nachdenke, desto besser) und der schöne Ambient/Noise/Drone-Klang lässt sich immer noch gut damit schöpfen.

Buzz 2020: Gewohnt hässlich (lässt sich aber bestimmt irgendwo konfigurieren. Nur: Wozu?)

Buzz ist Entspannung pur. Die Kreation selbst noch mehr, als die so entstandenen Stücke. Ob die irgendwen außer mir überhaupt entspannen, weiß ich nicht, mir bereiten sie aber Freude. Heute klickte ich Kataster zusammen:

Auch bei Youtube:

Michael Kleeberg – Vaterjahre

Es kommt selten vor, dass mich eine Erzählstimme so anspricht wie die Kleebergs in Vaterjahre.

Inhaltlich irgendwo zwischen Gesellschaftsroman und Psychogramm schildert das Buch die Person Karlmann Charly Renn durch sämtliche Facetten; Familie, Beruf, Freunde, hobbies, Werdegang. Das hat alles nahezu nichts mit mir zu tun, spricht mich aber dennoch an.

Various Artists – Solitary Hymns

Gefunden beim Ambientblog, natürlich gekauft bei Bandcamp.

Each artist on this compilation come from a different part of the globe. Some of the works are created during the initial lockdown period, but some other titles are previously unreleased recordings.

Blake Crouch – Dark Matter

Nachdem mich Recursion sehr begeistert, war ich auf die andere, oft gelobte Geschichte von Blake Crouch gespannt. Dark Matter ist ebenfalls ein packender Science Fiction-Thriller, statt um Zeitreisen geht es um Paralleluniversen. Sehr spannend und kurzweilig. Recursion hat mir nur ein wenig besser gefallen.

200811

Ich lese bei Jawl und Kiki Thaerigen regelmäßig und staunend, was für irre Dinge ihnen in mitunter seltsamer Parallelität bei Twitter widerfahren. Heute wurde es besonders absurd und unangenehm:

Halten wir fest: Irgendwer (ich) benutzt, während er erwähnt, dass es ihm gerade nicht so dolle geht, das Wort „Zug“.

11.8.2020 – thoughtrain or no throughtrain. That should be no question

und:

Offenbar hat es ihn jedoch zu Tode gekränkt, denn er prangerte mich vor seinen weit über zehntausend Followern an, rief zum Boykott meiner Arbeit auf und blockte mich umgehend, damit ich nicht weiter reagieren konnte.

Befindlichkeitsgedöns (eine Art Fortsetzung von gestern)

Mir sind solche Dinge im Prinzip nie passiert; nur einmal drohte ein Bundestagsabgeordneter der CDU, mich bei meinem Arbeitgeber anzuschwärzen. Ich hatte damals gerne robuster diskutiert, sicher ein wenig übertrieben und mich angesichts der Drohung entschuldigt.

Heute bekam ich zufällig mit, dass das Profil einer im Social Web etwas bekannteren Sozialdemokratin nicht mehr erreichbar war, mutmaßlich wegen früherer Aussagen zur Eignung des Olaf Scholz für die Kanzlerkandidatur. Ich habe rund 100 Sekunden versucht, mich in die Hintergründe einzulesen, aber Twitter ist dankenswerterweise ja so unübersichtlich, dass das praktisch nie gelingt.

Sagen wir so: Die paar Wochen, in denen ich Twitter nicht auf dem Handy hatte, waren entspannter. Umso seltsamer, dass es da inzwischen doch wieder ist.

Und sonst so?

Wasser auf meine Mühlen:

Online-PDF-Dokumente sind auch nach 20 Jahren problematisch zu lesen und für den Konsum durch Menschen schlicht ungeeignet.

Golem.de