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Links am Sonntag 7.7.13

Island, Occupy und der kurze Sommer der Anarchie

„David Graeber ist als Poster-Intellektueller und Gründerfigur der Occupy-Bewegung, James C. Scott als Erforscher staatsfreier Räume in Südostasien und anderswo berühmt geworden. Beiden gemeinsam ist die Überzeugung, dass Regierung, Gesetze, Justiz, Polizei, Zwang zu regelkonformem Verhalten, mit einem Wort: Staat etwas ist, das man besser auf Abstand halten sollte – und zwar nicht nur in der intimen Privatheit des Schlafzimmers, Beichtstuhls und Sprechstundenraums, sondern dort, wo es um um die öffentliche Lösung kollektiver Probleme, um Politik geht. Dass dort, wo der Staat nicht ist, nicht etwa der Hobbesianische Bürgerkriegsalptraum losbricht, sondern freie Menschen ihr Zusammenleben auf die gleiche friedliche und vernünftige Weise regeln, wie sie es ohnehin die meiste Zeit schon tun: indem sie miteinander reden und sich auf Lösungen verständigen, mit denen alle im Großen und Ganzen zufrieden sein können.“

Notiz an mich: Lesen.

Bundespräsident Gauck erklärt: Die Geheimdienste speichern unsere Gesprächsinhalte nicht in Aktenbänden 

„Das Global Information Grid der USA speichert unter anderem im Datencenter in Utah eine Datenmenge, die in Yottabytes gemessen wird. Das sind 360 Milliarden mal so viele Daten wie Stasi-Unterlagen. In Relation der DDR-Einwohnerzahl zur gesamten Weltbevölkerung heute sind das 6,5 Millionen mal mehr Daten – pro Person.“

Bankrotterklärung.

Thorstena » Ritter von der traurigen Gestalt 

„Als solitärer Cryptohacker ist man dieser Maschinerie also ganz fix schutzlos ausgeliefert, wohingegen eine institutionalisierte Hydra-Organisationsstruktur eine solche mit potentiell zu köpfenden Redundanzen füttern könnte, bis sie unter Verstopfung leidet.“

My Favourite Records mit Wigald Boning | Monarchie & Alltag 

„er bringt gemeinsam mit seinem musikalischen Partner Robert Di Gioia auf dem eigenen Label “Hobby Musik” gleich acht (!) selbst eingespielte Konzeptalben auf einmal heraus – unter anderem findet sich darunter ein Album, das 48 Punktracks aus Bildschlagzeilen bastelt oder auch ein (musikalisch durchaus gelungener) Ausflug in die Gefilde der Softporno-Musik.“

Ich hatte damals ja die Platte von ‚Die Doofen‘.

Die wurstgewordene Vitamintablette: Edekas Eigenmarken aus dem Lebensmittellabor | Supermarktblog 

„Nochmal zum Mitschreiben: Weil wir zu wenig Fisch essen, obwohl das Gegenteil ernährungstechnisch ratsam wäre, stattdessen aber sehr gerne Wurst, hat Edeka die guten Fettsäuren aus dem Fisch in die Wurst massiert und rühmt sich jetzt damit, dass die nicht mal nach Fisch schmeckt.“