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Links am Sonntag – 9.3.14

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Das hermetische Café: Den Wald vor lauter Wäldern nicht sehen„Man bedeutet mir ab und zu von mir gegenüber nachsichtig eingestellter Seite, nicht immer so grummelig zu sein.“

Ein Einstiegssatz zum Niederknien.

Im Hamsterrad – Online-Aktivismus brennt aus und bewegt wenig – Deus ex Machina„Zudem stellt sich die Frage, inwieweit Menschen die Selbstbezeichnung des Aktivisten wählen, und inwieweit Fremdzuschreibungen als Aktivist auch Delegitimierung bedeuten, damit Personen abgegrenzt werden können von anderen politischen Akteuren, Autoren, Experten und Wissenschaftlern. Ist eine Soziologin, die sich über Twitter in gesellschaftliche Debatten einmischt, schon eine Aktivistin? Wertet sie ihr politischer Einsatz auf, oder diskreditiert ihr Engagement ihre wissenschaftliche Expertinnenstellung?“

Darüber wollte ich was schreiben, habe es aber nicht zusammengekriegt. Irgendwas über die Passivität einer Gesellschaft, die für politisches Engagement AktivistInnen kreiert.

The Tragedy of Venezuela – Moisés Naím – The Atlantic“Even in tragedy, Latin America can’t compete,” a cynical friend told me. He was referring to the fact that the region’s poverty is not as grim as Africa’s, armed conflicts not as threatening as Asia’s, and terrorists not as suicidal as the Middle East’s.

Die Stunde der Polit-Gaukler„Wer wie Sigmar Gabriel den Rechtsbruch Friedrichs als “höchst anständig und politisch vertretbar”verteidigt, ist allerdings nicht einen Deut besser.“

Komplexität durch Verfahren: Niklas Luhmanns Aktualität in der Finanzkrise„Um zu verstehen, wie das möglich ist, muss man Luhmanns Büchlein gegen den Strich lesen, und dazu bietet sich seine Unterscheidung von Verfahren und Ritual an.“

Ich ziehe meinen Hut vor jeder, die es schafft, ein Buch von Luhmann gegen den strich zu lesen

Samstagslektüre„Wenn auch in Extremform zeigt die Geschichte, woraus das Arbeiten mit Computern heutzutage besteht: Work-arounds. Und dem ständigen Abwägen, ob man nicht gerade mehr Energie auf das Finden von Lösungen für Prozessprobleme findet als auf die eigentlich Aufgabe, ob es sich lohnt, strukturierte Grundlagenlösungen zu entwickeln (weil man sie öfter brauchen wird), ob strukturierte Lösungen überhaupt jemals möglich sind.“

Sehr wahr. Die Kaltmamsell über diesen Text von Kathrin Passig.

Einmal Frankfurt viel zu früh„Eine halbe Stunde später bin ich annähernd wach und mir ziemlich sicher, tatsächlich nie etwas von Frau Lewitscharoff gelesen zu haben. Fast bedaure ich das ein wenig. Ich lese eigentlich ganz gern die Ergüsse von Irren und würde sofort, wenn sich auch mir die Gelegenheit böte, bizarre und beleidigende Reden halten, am nächsten Tag alle Zeitungen kaufen und mich freuen. Einfach nur so. Aus Daffke.“

Ein mir wohlvertrauter Impuls.

Is the Internet good or bad? Yes.„By altering a message designed to encourage people to vote so that it came with affirmation from a person’s social network, rather than being impersonal, the researchers had shown that they could persuade more people to participate in an election. Combine such nudges with psychological profiles, drawn from our online data, and a political campaign could achieve a level of manipulation that exceeds that possible via blunt television adverts.