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200428 – Schach, Witten und Gruben

Ich unternehme einen erneuten Versuch, mein Schachspiel zu verbessern, denn wenn man schon den halben Tag verdaddelt, dann doch wenigstens kultiviert und die Nintendo die Switch scheint überall ausverkauft zu sein. Dabei jedenfalls hilft mir der Kurs auf schach.de ungemein.

Ich lernte, dass in der Nachbarstadt Witten die Wittener Tage für neue Kammermusik stattfinden, ausgerichtet vom altehrwürdigen WDR 3, der das alles höchst beflissen ins Netz stellt. Und jetzt weiß ich auch, was Kammermusik ist und warum das nichts für mich ist. Wobei – das hier fängt ganz wohltönend an. Ich warte dann auf den Autechre-Remix.


Besonderes Interesse erregen Figuren oder Gruppen, die irgendwas vor allen anderen gemacht, aber nie entsprechend gewürdigt worden sind. Für sie sind Attribute wie wegweisend, oder ihrer Zeit voraus erschaffen worden. Davon sind mir heute gleich mehrere untergekommen.

Da ist ein gewisser Tobias Gruben, der mir als „ungeschliffener Diamant deutscher Popkultur“ wohl weiterhin nicht aufgefallen wäre, hätten nicht Gruppen wie Messer und Isolation Berlin seine Stücke in einer Dokumentation gecovert.

In Interviews, teils unveröffentlichter Musik und Briefen führt DIE LIEBE FRISST DAS LEBEN direkt in das Herz und den Kopf eines fast vergessenen Musikers, der kurz vor dem kommerziellen Durchbruch an einer Überdosis stirbt und dessen Texte und Lieder bis heute berühren.

Dieser Film nun kann aus den bekannten Umständen nicht (oder kaum) in Kinos gezeigt werden und steht daher als Stream zur Verfügung.

Und dann gab es das merkwürdige, mir immerhin vage bekannte Duo Silver Apples, sowas wie die US-amerikanischen Kraftwerk. Dieses Filmchen gibt eine nette Einführung: