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200726

Der gestrige Film war einer der besten der vergangenen Monate, wenn ich nach seiner Nachwirkung gehe. Bei Reddit schreiben sie ja immer Cinematography, wenn sie erklären wollen, wie gut ein Film aussieht. Paris, Texas sieht sehr gut aus; fast als hätte sich Wenders auf alles gestürzt, was in Amerika damals unwirklich aussah: Wüste, Städte, verschnörkelte Autobahnbrücken.

Die Schlussszene(n) müsste ich sicher nochmal gucken. Wann sieht man wen durch eine Scheibe, in einem Spiegel, oder verspiegelt im Antlitz des oder der anderen?

Interessant, aus dem Wikipediaeintrag:

Die Band Texas benannte sich nach dem Independentfilm, die Band Travis nach der Hauptfigur des Films.


Ines Schwerdtner schreibt im deutschsprachigen Jacobin über das Buch Ein Mann seiner Klasse von Christian Baron, das ich sehr eindrucksvoll fand.

Viel zu wenig wird der materielle Aufstieg von Kindern aus den unteren Klassen auch als ein Kampf um Selbstachtung gewertet. Einmal mit den oberen Klassen, den Ämtern, der eigenen Vergangenheit, den ungelernten Umgangsformen und Sprachen konfrontiert, zweifeln nicht wenige Aufgestiegene an ihrem Selbstwert.

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