Kategorie: 2022

  • „Kon-Formismen“ von Marcus Quent

    „Kon-Formismen“ von Marcus Quent

    Ein schönes, dichtes Essay von rund 50 Seiten Länge, auf das ich durch die hervorragende Besprechung des jüngsten „Marvel“-Films von Wolfgang M. Schmitt stieß. Quent rechnet hart und fundiert mit der Art ab, wie sich moderne Politik lagerübergreifend vollzieht. Die Spannung besteht in dem, was dadurch ausgeschlossen ist und möglich wäre.

  • „This is How You Lose the Time War“ von Amal El-Mohtar und Max Gladstone

    „This is How You Lose the Time War“ von Amal El-Mohtar und Max Gladstone

    Zwei Agenten verfeindeter Fraktionen in einem temporalen Krieg beginnen einen heimlichen Briefwechsel und verlieben sich ineinander. Die Novelle wurde mit Preisen überhäuft, erhält exzellente Bewertungen, eine Verfilmung soll in der Mache sein, allein … ich fand sie sterbenslangweilig. Zu poetisch ist die Prosa, zu vage sind die Figuren gezeichnet, zu monoton die Abfolge von Brief […]

  • Niklas Luhmann – Die Gesellschaft der Gesellschaft

    Niklas Luhmann – Die Gesellschaft der Gesellschaft

    Begonnen am 20. März, also habe ich rund sieben Monate für 1150 Seiten gebraucht. Dabei sind sind ca. 250 Notizen in Obsidian entstanden, was für meine Verhältnisse wenig ist; ich habe mich absichtlich gebremst. Die nun zu verlinken und in den Graphen einzubetten wird ein großer Spaß. Und wozu das alles? Um Gesellschaft besser verstehen […]

  • Arkady Martine – A Desolation Called Peace

    Arkady Martine – A Desolation Called Peace

    Die Fortsetzung von A Memory Called Empire und leider nicht so gut. Zuviel Prosa in einer sich eher im Schneckentempo fortbewegenden Story, auch das eindrucksvolle Worldbuilding des ersten Bandes wird hier eher stiefmütterlich behandelt, zuviele Entscheidungen des Imperiums Teixcalaan wirken erstaunlich abwegig – um nicht zu sagen: dumm. Es bewahrheitet sich also, was Mehrteiler und […]

  • Salman Rushdie – Die Satanischen Verse

    Salman Rushdie – Die Satanischen Verse

    Gelesen und gut gefunden. Und anstrengend, verwirrend, schillernd, eindrucksvoll. Und gut. Mehr vermag ich derzeit leider nicht dazu zu sagen.

  • Stefan Schulz – Die Altenrepublik

    Seit Jahrzehnten vorhergesagt, macht er sich langsam und mit zunehmender Dringlichkeit bemerkbar: Der demographische Wandel. Ich fand das Thema immer in gewisser Weise langweilig, weil das Geburtenraten und Alterung ja eher Randbedingungen der Gesellschaft als ein handhabbares politisches Problem sind. Dabei wurde sicher auch immer auf die realen politischen Probleme hingewiesen, die sich aus diesem […]

  • Ralph Ellison – Invisible Man

    Ralph Ellison – Invisible Man

    In seinem sehr lesenswerten Beitrag Thoughts on the origins of wokeness listet Noah Smith Autorinnen und Autoren auf, die kennenzulernen ich mir vorgenommen habe: W.E.B. Du Bois Zora Neale Hurston Ralph Ellison James Baldwin Frantz Fanon Sylvia Wynter Audre Lorde June Jordan Angela Davis Patricia Hill Collins Cornel West Kimberlé W. Crenshaw Combahee River Collective […]

  • Harry Sword – Monolithic Undertow

    Harry Sword – Monolithic Undertow

    Ich habe zugegebenermaßen etwas anderes erwartet, wurde aber nicht enttäuscht. Verspricht einer der Blurbs An inspired and intuitive navigation of the drone continuum, so geht es dabe gerade nicht um ein Genre – Ambient oder eben Drone – sondern eher einen Modus des Musikmachens, der sich, wie Sword zeigt, mehr oder weniger deutlich durch die […]

  • Arkady Martine – A Memory Called Empire

    Arkady Martine – A Memory Called Empire

    Eine Space Opera, die zum größten Teil aus Diplomatie und politischer Intrige besteht? Shut up and take my money! Dieses Buch ist so gut, dass ich ihm sogar verzeihe, dass es bereits eine Fortsetzung gibt (entgegen meiner Regel, keine Serien mehr zu lesen, weil sie im Verlauf einfach nie besser werden und so zeitraubend sind) […]

  • David Graeber, David Wengrow: Anfänge

    David Graeber, David Wengrow: Anfänge

    Der inzwischen leider verstorbene Anthropologe Graeber und der Archäologe Wengrow untersuchen die Frühgeschichte der Menschheit mit Blick auf das heutige Wissen über ihre soziale Organisation. Damit wenden sie sich vor allem gegen eine landläufige Lesart, der auch ich als jemand, der soziologische Systemtheorie schätzt, anhänge., Ihr zufolge habe sich die Entwicklung im Wesentlichen von einfachen […]