Max Frisch – Stiller

Ich kann mich nicht erinnern, wie ich dieses Buch bei meiner ersten Lektüre vor rund zehn Jahren fand. Dieses Mal hinterlässt Stiller den Eindruck des Portraits eines wehleidigen, larmoyanten Mannes. Die Frau muss sterben, damit die Männer leiden können. Das stört mich – auch ob des billigen Schauwertes – immens.

Die Frage der Identität („ Ich bin nicht Stiller“) mag interessant wirken, hätte man den Stoff in eine Novelle gepackt; so hat man einen überkomplex verästelten Roman vor sich, ohne zu wissen, wohin der Großteil der Äste eigentlich hätte wachsen sollen.

Gelesen: William Burnett, Dave Evans – Designing Your Life: Build a Life that Works for You

Manchmal lese ich aus Versehen ein Buch aus der Kategorie Self Help. Designing Your Life habe ich aus irgendwelchen Gründen mal gekauft, aber nicht zuende gelesen. Vermutlich wegen der vielen Assignments, die man erledigen soll. Die habe ich auch bei diesem – dem Komplettismus geschuldeten -Zuendelesen nicht gemacht, aber das Buch trotzdem ’nicht unerfreulich‘ gefunden. Nicht ausgeschlossen, dass ich es nochmal zur Hand nehme, wenn ich den Eindruck habe, dass es hilft.