30.12.18: krank

Wenn mich eine Erkältung (oder ein „grippaler Infekt“) erwischt, dann nie ohne mindestens zwei Tage Bettlägerigkeit mit Gliederschmerzen, gerne auch Fieber und ab dem zweiten Tag noch mehr Gliederschmerzen vom vielen Liegen.

Es ist kein Spaß. Aber morgen werde ich wieder bei Kräften sein. Ich spür’s.

28.12.18: Fontopa und Eurane

(Zuerst stand da Europa und Fontane, aber ich bin ja ein Freund des schlichten Sprachwitzes

Verrichtungen dieses Tages: Wir haben einen Schrank gekauft (der im Februar geliefert wird). Und Lebensmittel für den Rest des Jahres.


Drei Geographen sprechen sich im Blog der London School of Economics für ein Europa der Städte und Regionen aus:

Often the real differences in the quality of life and the types of challenges and problems faced by Europe’s populations are not found across national borders but between regions, villages and cities or between rich and poor quarters of a town. And the rich quarters of Europe are all more similar to each other than to the poorer areas that are nearer to them.


Bei der Georg-August-Universität Göttingen kann man sich durch Theodor Fontanes 67 Notizbücher klicken – nicht nur eingescannte Seiten sondern auch Transkriptionen und sogar XML-Code. Sehr eindrucksvoll:

Quelle des Screenshots

27.12.2018: Nur ein paar Links

Es gibt also gute Gründe, skeptisch zu sein gegenüber der mal suggestiven, mal disziplinierenden Macht von Geschichten. Nicht umsonst hat sich Thomas Bernhard zum „Geschichtenzerstörer“ stilisiert. Wenn er „in der Ferne irgendwo hinter einem Prosahügel die Andeutung einer Geschichte auftauchen“ sähe, dann schieße er sie ab.

ltrtr.de | via Buddenbohm

Beim DLF Kultur gibt es Bernhards Kalkwerk derweil als Hörspiel. Noch traue ich mich nicht.


Micro.blog reiht sich in die Vielzahl an Diensten ein, die Social Networks anders und besser machen wollen. Ich bin dort zwar auch vertreten, habe aber bislang nicht so richtig verstanden, was genau dort anders und besser sein soll. Brad Enslen erklärt hier einiges in seinem Beitrag The Case for Moving Your Social Network to Micro.blog. Interessant:

As the name Micro.blog implies the primary thing you can do on it is write short form posts like Twitter and Facebook.  But you can also post long form posts just like you would on a conventional blog, just keep typing and when you hit 280 characters in a post a Title Field appears and you are long form posting – effortlessly.  There is no friction or barriers between you and just writing.


Der geschätzte Popblog präsentiert seine Alben des Jahres. Auf der 1: Eine Band aus Essen („und doch nur zugezogen“) mit ungooglebarem Namen. Und Überraschung! Es gab was neues von Beak>>. Gleich gekauft.

26.12.18: Auf der Erzbahntrasse

Um mal wieder in Bewegung zu kommen und um die angenehm trockene Kälte zu nutzen sind wir heute rund zehn Kilometer auf der Erzbahntrasse vom Westpark bis Wanne-Eickel spaziergewandert – von dort zurück mit der Straßenbahn.

Industrie, „Natur“ (eigentlich ist hier alles Kulturlandschaft) und Ortschaften prägen den Weg in schnellem Wechsel, dazu einige abenteuerliche Brücken – nichts für Leute mit Höhenangst – und viele sportive Radfahrer.


The exiles fight back: Hayek, Popper and Schumpeter formulated a response to tyranny

25.12.18: Vom Bünde nach Bochum

Die heutige Bahnfahrt führte von Bünde über Bielefeld nach Bochum, erneut alle Verbindungen minutengenau pünktlich.

Im ICE ab Bielefeld stieß ich zu Eva, die aus Göttingen kam. Wir haben es zuvor hinbekommen, für unabhängig voneinander gebuchte Fahrten benachbarte Plätze zu reservieren – höchste Bahnreisendenkunst:

Sehr schön und eindrucksvoll: 99 Good News Stories You Probably Didn’t Hear About in 2018

For the last 12 months, the global media has been focused on a lot of bad news. But there were other things happening out there too: conservation successes, huge wins for global health, more peace and tolerance, less war and violence, rising living standards, some big clean energy milestones, and a quiet turning of the tide in the fight against plastic. Stories of human progress, that didn’t make it into the evening broadcasts, or onto your social media feeds.

24.12.18: heiliger Abend

Der Bünder Stadtteil Ennigloh in strahlendem Sonnenschein.

Vor Jahren löste ich bei einer Kollegin Entsetzen aus, als ich sagte Weihnachten sei für Kinder. Aber genauso wird der Heilige Abend hier gehandhabt. Ein paar kleine Geschenke werden überreicht, Würstchen mit Kartoffelsalat kredenzt, aber kein Schnickschnack. Finde ich gut so.

Das gute Wetter nutzend, habe ich am Nachmittag noch einen kleinen Spaziergang in der Gegend unternommen.

Facebook hat ein Projekt namens Common Ground auf Eis gelegt, welches den zivilisierten Diskurs fördern sollte:

It would have altered News Feed rankings to boost posts that were commented, liked or shared by people across different political ideologies. It would also have also downplayed comments that led to vitriolic discussions.

Das wären aus meiner Sicht nicht die schlechtesten Ideen gewesen – obwohl man sich fragen kann, wie sinnvoll es ist, den Unzulänglichkeiten des Algorithmus mit noch mehr Algorithmus zu begegnen. Gestoppt wurde das Feature offenbar, weil Facebook Kritik von konservativer Seite befürchtete:

Kaplan raised concerns when Facebook research revealed that conservative users tended to be more polarized than their left-leaning counterparts. In trying to mitigate that polarization, Kaplan argued, Facebook would have disproportionately hurt conservative voices.

23.12.18: Tristesse owl

In Ostwestfalen ist es trüb, nass und kalt, wie so oft zu Weihnachten. Das obige Foto entstand auf dem Weg zum griechischen Restaurant heute Mittag – also dem Weg vom Auto zur Eingangstür.

Stichwort Auto:

Harald Schmidt hat eine Serie geschrieben und darüber mit dem Deutschlandfunk gesprochen. Unbedingt hören wegen des Satzes, der für ihn die Digitalisierung in Deutschland besser zusammenfasst als jeder andere (jenes Interview mit Peter Altmaier hatte ich auch gehört).

It’s radical to realize that we don’t have to believe our thoughts. Thoughts are just stories.

Manchmal kann es Twitter noch, nämlich meinen Hang zum merkwürdigen Humor bedienen. Über diesen Tweet habe ich schallend gelacht:

22.12.18

Um 10:34 nahm ich den IC von Berlin nach Bünde (Westfalen); die dritte Bahnfahrt in neun Tagen, die fast minutengenau pünktlich verlief. Zwar halte ich mich für einen gelassenen Bahnfahrer, aber die Verspätungen der letzten Wochen zehrten schon von meiner Geduld. Der Zug war erwartbar gerammelt voll und ich staune, dass es selbst an Tagen wie heute Leute gibt, die ohne Reservierung in den Zug steigen.

Während der Fahrt hörte ich unter anderem den Podcast der „Blätter für Deutsche und Internationale Politik“, der in inzwischen vier Ausgaben einen Überblick über die jeweils aktuelle Ausgabe bietet – und das so gut, dass ich Interesse an einem Abo bekommen habe. Nicht zuletzt, weil man als Hörer lernt, dass die Blätter sich ausschließlich über Abonennten finanzieren. Vielleicht schaue ich zunächst in der nächsten Bahnhofsbuchhandlung, ob man das Heft dort findet.

Deutschland könnte seinen CO2-Ausstoß um 22 Millionen Tonnen im Jahr senken, wenn alle ihren Fleischkonsum halbieren würden (via hmbl). Zwar koche ich nur noch selten mit Fleisch, aber doch recht viel Eintopf mit Wursteinlage. Daher wird spätestens im neuen Jahr das Wagnis veganer Linseneintopf angegangen werden.

Überraschung: Es gibt was neues von den Specials – gelernt im musikalischen Jahresrückblick von Spreeblick. Die Rundschau vom Standard liefert hingegen wider Erwarten noch keinen Jahresrückblick in Sachen Science Fiction und Fantasy-Bücher, sondern eine letzte Ladung Besprechungen von Neuerscheinungen.

Die Arminia hat zuhause mal wieder verloren. Derzeit machen die Bochum-Spiele wirklich mehr Spaß.